Was ist Schamanismus ?

 

Man kann Schamanismus sowohl als eine Wissenschaft betrachten, der bestimmte Gesetzmäßigkeiten zu Grunde liegen, als auch eine Lebensweise, deren Umsetzung durchaus mehr als ein Leben des Lernens in Anspruch nehmen kann. Diese Lebensweise sollte nach und nach ins Alltagsleben integriert werden.

 

In früheren Zeiten hatte der Dorfschamane mehrere Aufgaben:

 

 

Mit Gesundheit ist nicht etwa die Abwesenheit von Krankheit gemeint, sondern ein harmonisches Gleichgewicht auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene. So fühlt sich der Mensch als Individuum im sozio-kulturellen Umfeld wohl.

Man könnte es auch als auch Ruhen in der eigenen Mitte bezeichnen.

Der Schamane hat auf Grund seines Verständnisses für Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten und seines Wissens um das essentielle Wesen aller Dinge, die Fähigkeit, über die äußere Natur die innere Natur des Menschen zu beeinflussen.

Er war in der Lage, das harmonische Gleichgewicht wieder herzustellen, dort wo es sich verschoben hat.

 

 

Voraussetzung dafür ist es, sich den äußeren Umwelteinflüssen anzupassen und das Dorfleben im Einklang mit dem natürlichen Zyklus der Schöpfung zu gestalten.

Entstanden dennoch Probleme durch eine Missachtung diesen natürlichen Zyklus, war es seine Aufgabe, sein Volk wieder mit den Geistern der Natur auszusöhnen.

 

 

Dies vollbrachte er nicht zuletzt durch die Herstellung einer Verbindung zu den Geistern der Ahnen und zu verschiedenen Schutzwesenheiten (Verbündete).

 

 

Auch in der heutigen Zeit können wir uns diese schamanischen Techniken zu Nutze machen um damit ein harmonisches Gleichgewicht auf allen Ebenen (wieder)-herzustellen.

Schamanisces Heilen ist ein Heilen mit Schwingungen und Informationen und findet immer ganzheitlich statt. D.h. der Mensch wird als Einheit von Körper, Geist und Seele betrachtet. Diese drei Bereiche bilden mit einander ein System, welches nicht getrennt von einander behandelt werden kann. Sonder immer in der Bewusstheit, dass  sie in direkter Beziehung zu einander stehen und auf einander aufbauen. Nur so kann die Ganzheit erreicht werden, welche unter Gesundheit zu verstehen ist..

 

 

Es gibt bestimmte Gesetzmäßigkeiten, auf denen das schamanische Weltbild aufgebaut ist. Das Begreifen dieser Gesetzmäßigkeiten ist unumgänglich, will man zu einer schamanischen Lebensweise finden und Erfolg haben als schamanischer Heiler(in).

 

 

 

 

 

 

1.         Die hermetischen Gesetze

 

 

Diese sieben Prinzipien sind vor allem grundlegend bei der Arbeit als schamanischer Heiler(in).

 

 

2.         Es gibt nichts außer Bewusstsein

 

Alles ist Bewusstsein (Gott). Gott ist hier nicht im konfessionellen Sinne gemeint, sondern als das Prinzip der Schöpfung.

Alles was auf der Erde lebt, ist ein Gesicht dieses großen Bewusstseins. Alles trägt den Geist der Schöpfung in sich und wird davon beseelt. Diese Einheit wird in der Bibel als Paradies bezeichnet. Der Fall aus dem Paradies wird eingeleitet durch die Erkenntnis der Individualität. Man kann sich die Schöpfung als ein riesiges Meer des Bewusstseins vorstellen. Aus diesem Meer heben wir bestimmte Aspekte heraus. – Wir erheben sie zu Bewusstheit – und geben ihnen somit wesenhaften Charakter.

Ein Wesen ist alles, was uns in diesem Augenblick, in dieser Situation und diesem Zusammenhang als „wesentlich“ (wichtig) erscheint.

 

 

3.         Der Geist erschafft  die Wirklichkeit

 

Wirklichkeit –ist- alles, was wirkt

Im besagten Meer des Bewusstseins existiert alles Vorstellbare als Schwingung, bereit zur Verwirklichung.

Wenden wir nun unsere Aufmerksamkeit einer bestimmten Schwingung zu und benennen sie; so verleihen wir dieser Schwingung Kraft und erhöhen ihre Chancen zur Verwirklichung. Je mehr Aufmerksamkeit einer bestimmter Schwingung zu Teil wird, desto mehr Substanz gewinnt sie, bis hin zur Manifestation in der Wirklichkeit.

 

 

3.         Welt entsteht durch Beschreibung

 

Unsere Welt ist nur eine von unendlich vielen existierenden Welten, die alle genau so real sind, wie die unsere. Unsere Alltagswelt hat nur deshalb ihre Festigkeit und Struktur, weil sie von 6 Milliarden Menschen auf die gleiche Art und Weise beschrieben wird. Ein Teil unseres Bewusstseins ist ständig damit beschäftigt, unsere Welt zu beschreiben. Wir erlernen diese Fertigkeit als Kleinkind und vervollkommnen sie im Laufe der Zeit derart, dass sie irgend wann voll automatisch angewandt wird, ohne dass wir unsere Aufmerksamkeit bewusst darauf ausrichten müssen. Würden alle Menschen zu gleichen Zeit aufhören, Welt zu beschreiben, so würde diese in sich zusammen fallen und aufhören zu existieren.

 

Als – Welt – bezeichnen wir ein in sich logisch geschlossenes System.

Ein System besteht aus Strukturelementen; - allen Dingen, die in ihr vorhanden sind -

einer Organisation, - wie diese Strukturelemente zusammen arbeiten

und einer Resonanzfähigkeit –die verbindende Kraft, die die Zusammenarbeit ermöglicht –

Eine Welt hat ganz bestimmt Merkmale, Gesetzmäßigkeiten und Wahrzeichen, anhand derer sie erkannt werden kann. So lernt ein Kleinkind allmählich zu unterscheiden, was zu unserer Welt gehört und was nicht. Dabei hat ein baby noch ein völlig anderes Wahrnehmungsvermögen und kann durchaus auch andere Welten und Wesenheiten wahrnehmen. Erst ab dem zweiten Lebensjahr lernt ein Kind, Welt zu erkennen und beschreiben und somit andere Realitäten aus zu schließen. Dies stellt letztendlich eine starke Einschränkung des Wahrnehmungsvermögens dar.

 

 

4.            Wahrnehmung stellt die Brille dar, durch die wir Welt beschreiben

 

In unserer Welt hat nur das Platz, was für uns vorstellbar ist. D.h. was in unserer Bild- und Gedankenwelt existiert. Dieses Repertoire wird in den ersten sieben Lebensjahren festgelegt. In dieser Zeitspanne schreiben wir unser sogenanntes Lebensskript. Dieses Lebensskript stellt unseren Plan dar, nach dem wir später unsere Wirklichkeit gestalten und wird maßgeblich von der Erziehung bestimmt.

In diesem Lebensskript wird genau festgelegt,

 

 

Alles was in diesem Lebensplan nicht niedergeschrieben wird, existiert auch nicht in unserer Realität. Aus diesem Grund sind diese ersten sieben Lebensjahre so prägend für den Verlauf unseres späteren Lebens. Sie bestimmen weitgehend, welche Entwicklungsmöglichkeiten wir haben, was uns erstrebenswert erscheint und welche Rolle wir in dieser Welt einnehmen. Die einzige Möglichkeit, aus diesem Gefängnis auszubrechen, ist eine Aufarbeitung und Neuschreibung diesen Lebensskriptes.

Durch dieses Prinzip der Weltbeschreibung wird auch die Bedeutung folgender Aussage besser verständlich:

 

- durch Deine Gedanken erschaffst Du Dir Deine Realität –

 

Jene Dinge und Ziele, denen wir die meiste Aufmerksamkeit entgegen bringen, weil sie uns essentiell (wesentlich) erscheinen, erhalten so wesenhafte Bedeutung und können sich in unserer Welt manifestieren. Lässt man z.B. zwei Menschen für fünf Minuten dieselbe Szene betrachten und bittet sie dann zu beschreiben, was sich ereignet hat, wird man zwei völlig unterschiedliche Antworten erhalten. Jeder wird das in den Vordergrund stellen, was auf Grund seiner Wahrnehmung von essentieller Bedeutung ist, was also in seiner Welt einen vorrangigen Platz einnimmt.