Heilung mit magischen Objekten

 

Magische Objekte und Kraftobjekte haben in der schamanischen Tradition seit jeher eine wichtige Rolle gespielt. Schamanen auf der ganzen Welt sammeln solche Objekte bzw. stellen sie selbst her, um sie bei ihrer Arbeit zum Einsatz zu bringen. Einige dieser Verwendungsmöglichkeiten sind

Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen natürlichen Kraftobjekten und künstlichen Kraftobjekten (bzw. eine Kombination aus beiden).

Zu den natürlichen Kraftobjekten zählen z.B. Heilsteine oder Tierknochen. Es sind dies Objekte, denen eine ganz bestimmte Kraft innewohnt, welche sich aus verschiedenen Determinanten zusammensetzt:

Entstehungsort und -geschichte, Form, Struktur, Farbe, Material etc.

 

Künstliche Objekte sind vom Schamanen selbst hergestellte Kraftobjekte, die zu einem bestimmten, meist vorher festgelegten Zweck eingesetzt werden. Ihre Herstellung erfolgt in einem Zustand erhöhter Aufmerksamkeit und unter Einhaltung verschiedener Rahmenbedingungen. In der Regel fertigt der Schamane im Zuge seiner Ausbildung mehrere solcher Objekte an, die ihm dann als Instrumentarium bei der Ausübung seiner Tätigkeit als Schamane und Heiler dienen. Bei achtsamer Handhabung und Pflege - und vor allem bei oftmaliger Verwendung - gewinnt solch ein Kraftobjekt im Laufe der Zeit immer mehr Macht und stellt bei Heilungen oft wirklich eine große Hilfe dar.

 

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Abb.text:                                      Eine Anordnung aus natürlichen und künstlichen Kraftobjekten, welchemagischeingeweiht wurden und bei Ritualen und schamanischen Heilungen zu Einsatz kommen.

 

Ich selbst arbeite seit einigen Jahren mit diesen magischen Werkzeugen - und doch erstaunt es mich immer wieder, wie schnell und wie einfach sie manchmal Heilung bringen. Dazu möchte ich ein Beispiel aus meiner Praxis bringen:

 

Vor ca. 3 Wochen suchte mich eine Klientin namens Karina in meiner Praxis auf. Wir kennen uns seit einigen Jahren, sowohl beruflich (sie war vor längerer Zeit ein paar Mal bei mir in Beratung) als auch privat. Von daher wusste ich, dass sie seit einiger Zeit unter großer innerer Anspannung stand. Beziehungsprobleme sowie die Situation an ihrem Arbeitsplatz machten ihr schwer zu schaffen. Bis jetzt hatte sie mich jedoch nicht um Hilfe gebeten. Als sie aber an diesem Tag in meine Praxis kam, erschrak ich doch sehr über ihren Zustand. Anscheinend stand sie unter schwerem Schock: Der Blick war völlig leer und trüb, die Hände eiskalt, die Bewegungen extrem langsam und unkoordiniert. Auch war sie kaum in der Lage, einen vollständigen Satz zu bilden. Nach zwei Worten wusste sie schon nicht mehr, was sie sagen wollte. Ich hatte sie noch nie in solch einer Verfassung erlebt (Ich kann mich nicht erinnern, überhaupt einmal jemanden in solch einer Verfassung erlebt zu haben). Ihr physischer Körper war zwar anwesend, doch das war auch schon alles, was an Präsenz wahrnehmbar war. Da unter diesen Umständen eine Anamnese unmöglich schien, versuchte ich nur das Nötigste von ihr zu erfahren um etwas unternehmen zu können.

 

Anscheinend hatte sie vor drei Tagen einen totalen Nervenzusammenbruch erlitten, ausgelöst durch eine Mobbingaktion an ihrem Arbeitsplatz, welche sie beinahe ihren Job gekostet hätte. Nachdem sie - wie vorhin oben schon erwähnt - seit längerer Zeit in ziemlich schlechter Verfassung war, war dieses Erlebnis anscheinend der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht und sie in einen Schockzustand versetzt hatte. Dennoch erschien es mir eigenartig, dass dieser Zustand nun schon seit 3 Tagen andauerte - mehr noch, er hatte sich in den letzten 24 Stunden weiter verschlechtert. Nach ihrer Beschreibung (so weit sie dazu in der Lage war) saß sie seit drei Tagen nur herum, starrte in die Luft und konnte nicht einmal die einfachsten Arbeiten erledigen. Ihre Körperwahrnehmung ließ immer mehr nach und ein Gefühl der Schwerelosigkeit und des Losgelöstseins hatte von ihr Besitz ergriffen.

 

Nun kann es bei einem Schock oder einem traumatischen Erlebnis durchaus passieren, dass sich die Ich-Organisation teilweise zurückzieht und ihre Fähigkeit, in den feinstofflichen Körpern und im physischen Körper kontrollierend zu wirken, vorübergehend einbüßt. In der Regel jedoch hält dieser extreme Zustand nur für kurze Zeit an. Danach übernimmt die Ich-Organisation wieder die Kontrolle über das System. Die Auswirkungen des Schocks, die „Schockwellen“ sozusagen, bleiben allerdings im Energiekörper gespeichert und müssen ausgeleitet werden, um eventuelle Folgeschäden im System zu vermeiden. Bei Karina war es allerdings genau umgekehrt. So wie es aussah, zog sie sich immer weiter zurück. Ich hatte das Gefühl, dass ich schnell handeln musste, da sie immer mehr wegzugleiten drohte. Also verzichtete ich vorerst auf eine radionische Austestung und beschloss, sie erst einmal zu stabilisieren.

Meine Praxis ist unterteilt in zwei Räume:

In einen Beratungsraum und in einen Ritualraum. Der Ritualraum ist in Form einer großen Mesa angelegt. Alle Ordnungsebenen  der Schöpfung von der Einheit bis zur Fünfheit sind magisch eingeweiht und jederzeit nach Bedarf aufrufbar. Die Dualität und die fünf Elemente sind außerdem noch bildlich dargestellt  (siehe Fotos).

Abb02 ..... element_akasha.jpg,      

Abb.text      Schicksals-Element, Sinn und Bestimmung im Leben, Selbstfindung, Buch des Lebens: Alles was war ist und sein wird.

 

Abb03          element_luft.jpg     

Abb.text        Rationales Denken, Kommunikation, Verbindung, Herstellung von Zusammenhängen, Leichtigkeit.

Abb.04          element_feuer.jpg    

Abb.text        Dynamik, Mut und Willenskraft, Sexualität, Selbstbehauptung, Aggression und Durchsetzungsvermögen.

Abb05      element_wasser.jpg  

Abb.text      Gefühlswelt, Rhythmus, Fließen und Empfänglichkeit, Wandel und Vergänglichkeit, Träume, Visionen und Intuition

 

Abb06          element_erde.jpg.  

Abb.text       Struktur, Realität, Materie, Stabilität, Ausdauer, Erdverbundenheit, Köperbewusstsein,

 

Ich führte Karina in den Ritualraum und bat sie, sich auf den Boden zu legen - an den Platz, der das Element „Erde“ repräsentiert.

Die Erde steht u.a. für: Stabilität, Festigkeit, eine klare Position im Alltag und Realitätssinn.

In physischem Zusammenhang steht sie für Erdung und Körperbewusstsein.

Dann begann ich mit einer Steinauflage.

- Den Mittelpunkt dabei bildete ein 10 x 10 cm großer Purpurit, den ich auf der Körpermitte platzierte.

Der Purpurit ist ein Phosphat, das die Fähigkeit besitzt, die Ich-Organisation zu stärken und aktivieren (Phosphor ist ein Lichtträger und Licht hat einen starken Bezug zur Ich-Organisation). Außerdem erhöht das Phosphat das Energieniveau im Körper und wirkt belebend, aktivierend und mobilisierend.

- Weiters verwendete ich zwei Schneeflockenobsidiane ,  welche an den Fußsohlen platziert der Erdung dienen.

- Einige Bergkristallspitzen (Laserkristalle), welche ich so platzierte, dass sie einerseits die Wirkung des Purpurits verstärken und gleichzeitig den Energiefluss klären und aktivieren sollten.

- Auf das Sakralchakra legte ich einen großen Carneol, der regenerierend und vitalisierend wirkt und das Immunsystem so wie das Blut nährt. Das Blut wiederum fungiert als Träger der Ich-Organisation.

- Eine große Schwarze Turmalinspitze positionierte ich zwischen den Beinen meiner Klientin an der Stelle des Wurzelchakras mit der Spitze vom Körper weg. Der Turmalin hält u.a. negative Energien vom Körper fern bzw. leitet sie aus und löst Energieblockaden.

- Zwei handbearbeitete magische Steine, welche die Dualität männlich/weiblich repräsentieren, gab ich Karina links und rechts in die Hand. Diese beiden Steine besitzen neben ihrer stärkenden und ausgleichenden Wirkung auf die beiden Körperhälften die ihrem individuellen Wesen eigene Fähigkeit, Energielöcher aufzuspüren (männlich) und aufzufüllen (weiblich) .

- Einen magisch verstärkten Rosenquarz platzierte ich auf dem Herzchakra. Er heilt seelische Wunden und Traumata.

Die restlichen Steine wählte ich intuitiv. Bei dieser Vorgangsweise überprüfe ich nach der Behandlung immer meine Auswahl, indem ich mir die Wirkweise der einzelnen Steine bewusst mache bzw. nachschlage, wenn ich sie nicht kenne. Damit bestätige ich einerseits meine Intuition und werde außerdem oft auf weitere Aspekte des Problems aufmerksam.

 

Diese Steine waren:

Eine Schwarze Koralle: schützt vor negativen Energien und schwarzmagischen Einflüssen, warnt vor schweren Erkrankungen;

Ein 10 x 10 cm großer unbehandelter Sugilith, „Befreiungsstein“. Er befreit von Ängsten, Abhängigkeiten, Zwangsvorstellungen. Stärkt ausgezeichnet das Abwehrsystem und hilft die Kontrolle über den Körper wieder zu erlangen (wird z.B. auch erfolgreich bei Aids und Krebs eingesetzt und hat sogar schon Menschen aus dem Koma zurückgeholt).

Auffallend war, dass mehrere Steine Schutz- und Abwehrfunktion besaßen, doch war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, wie wesentlich das in diesem Fall war.

Nachdem ich alle Steine platziert hatte, umfasste ich die Fußsohlen meiner Klientin (N i 1 - erdet, aktiviert die Lebensenergie) und begann magische Heilgebete zu sprechen. Während der Rezitation richtete ich meine Aufmerksamkeit auf den Energiekörper von Karina, um die Wirkung der Steine zu beobachten. Plötzlich hatte ich das Gefühl, dass Karina nicht alleine in ihrem Körper war. Ich nahm die Präsenz einer amorphen, schattenhaften Wesenheit wahr, welche sich im Körper meiner Klientin breitgemacht hatte. Durch seine Anwesenheit verhinderte das Wesen, dass die Ich-Organisation an ihren rechtmäßigen Platz zurückkehrte und verdrängte sie gleichzeitig immer mehr von dort.

Mehr instinktiv als bewusst war mir klar, dass das Wesen seinen Platz nicht freiwillig aufgeben würde, also versuchte ich erst gar nicht, mit ihm zu kommunizieren, sondern griff zu meinem Saugrohr, welches ich im Zuge eines WS vor einigen Jahren hergestellt hatte. Die Basis dieses Saugrohres bildet ein Hirschknochen, der als natürliches Kraftobjekt magische Eigenschaften besitzt. Auf diesem Knochen sind dann weitere Repräsentanten angebracht, von denen jeder für sich eine ganz bestimmte Qualität in sich birgt, die einen Teil zum Gesamtwesen des Rohres beiträgt. Die einzelnen Qualitäten sind natürlich aufeinander abgestimmt und so ausgewählt, dass sie die Wirkung dieses magischen Objektes im Sinne seiner Bestimmung unterstützen.

 

Abb07:    saugroh.jpg           

Abb.text                                 Magisches Saugrohr aus einem Hirschknochen, mit dem man Blockaden und andere schädliche Einflüsse aus dem Energie-Körper entfernt.

 

Dieses Werkzeug wird eingesetzt, um den Energiekörper von Blockaden und schädlichen Energien zu befreien. Mein Saugrohr hatte seine Kraft schon vielfach unter Beweis gestellt. So hatte es z.B. schlimme Fälle von Ischiasbeschwerden oder „Hexenschuss“, die den Bewegungsapparat meiner Klienten völlig lahmgelegt hatten, innerhalb von wenigen Minuten zum Verschwinden gebracht. Doch mit einer „Besetzung“ in dieser Form hatte ich noch nicht zu tun gehabt.

Ich nahm also das Saugrohr zur Hand und begann damit das Wesen abzusaugen. Dieses Unterfangen erwies sich als ziemlich langwierig und anstrengend. Erstens war das Wesen unglaublich groß und außerdem versuchte es ständig, sich mir zu entziehen, indem es von einer Stelle des Körpers zur nächsten flüchtete. Stück für Stück gelang es mir jedoch letztendlich, den Eindringling heraus zu ziehen. Nach ca. einer ¾ Stunde war ich mir endlich sicher, alles entfernt zu haben. Zu diesem Zeitpunkt gab es kaum eine Stelle an Karinas Körper, an der es nicht versucht hätte, sich zu verstecken. Um ganz sicher zu gehen, dass nicht doch noch irgendwo ein Rest der Wesenheit zurückgeblieben war, tastete ich nochmals den gesamten Energiekörper meiner Klientin ab. Dann erst begann ich, die sieben Hauptchakras und die Hand- und Fußchakras mit magischen Schutzzeichen zu versiegeln. Damit wollte ich verhindern, dass die Wesenheit möglicherweise auf Grund einer starken Resonanzfähigkeit erneut in Karinas energetisches System eindringen konnte. Da die Chakren als Energiezentren unter anderem auch als Verbindungsstellen zur Außenwelt fungieren, sah ich dort die größte Gefahr für eine nochmalige Besetzung.

Nachdem ich das Ritual abgeschlossen und die Steine entfernt hatte, schlug Karina die Augen auf. Da wusste ich, dass die Behandlung ein Erfolg war. Ihr Blick war wieder vollkommen klar und auf meine Frage, wie sie sich fühle, antwortete sie: „Ich habe das Gefühl, aus einem langen, bösen Traum erwacht zu sein“. Auch alle anderen Symptome ihres vorherigen Zustandes waren verschwunden und sie stellte fest, dass es ihr - abgesehen davon, dass sie ein wenig müde wäre - wieder ausgezeichnet gehe.

Anschließend begaben wir uns in die Reflexion, um unsere Wahrnehmung miteinander zu vergleichen. Noch bevor ich ein Wort gesagt hatte, fragte sie mich: „Was war denn das für ein widerliches ‚Alien‘, das du mir da herausgezogen hast?“ Anscheinend hatte sie die gleiche Wahrnehmung wie ich gehabt, mit dem einzigen Unterschied, dass ihr Eindruck ein visueller und der meine ein taktiler gewesen war. Sie berichtete mir wie folgt: „Als du meine Fußsohlen umfasst und zu murmeln begonnen hast, habe ich plötzlich ein unförmiges schwarzes Wesen gesehen, das sich in meinem Körper befand. Jedesmal, wenn du mit deinem Saugrohr gekommen bist, hat es sich in einen anderen Körperteil geflüchtet und kurz darauf hast du dann genau an dieser Stelle zu saugen begonnen. Irgendwann war es dann plötzlich nicht mehr da und im gleichen Moment konnte ich wieder freier atmen und hatte das Gefühl, in meinen Körper zurück zu gleiten.“

Wann diese „Besetzung“ stattgefunden hat, lässt sich nicht hundertprozentig sagen, doch ich vermute, dass das Wesen die Situation genutzt hat um Einlass in den Energiekörper zu finden, als sich die Ich-Organisation durch den Schock in geschwächtem Zustand befand.

 

Ich bot Karina noch an, eine radionische Analyse zu machen, um die Folgen des Schocks und mögliche andere Auswirkungen des Erlebnisses zu behandeln, doch da sie sich wieder ganz in Ordnung fühlte bat sie mich, aus finanziellen Gründen noch einige Wochen damit zu warten. Ohne unterstützende Nachbehandlung wollte ich sie aber auch nicht gehen lassen, also stellte ich über die Radionik eine Schwingungsessenz aus einer speziellen Bachblütenmischung her, welche in der Regel eingesetzt wird, um einen Schock oder ein traumatisches Erlebnis zu verarbeiten bzw. auch um Suchterkrankungen und andere Abhängigkeiten zu behandeln. Diese Mischung besteht aus:

 

Star of Behtlehem:

Heilt die Erschütterungen im Energiesystem, welche durch Schock und traumatische Erlebnisse verursacht wird.

Die Rock Rose Schiene

Grundblüte: Rock Rose                         - Panik, Schock

Kompensationsblüte: Agrimony           - Verdrängung

Dekompensationsblüte: Cherry Plum   - Druck, Angst vor Kontrollverlust.

Der Rock Rose - Zustand ist die unmittelbare Reaktion auf die seelische Erschütterung eines Schocks: Panik, Entsetzen, Angst. Im Agrimony - Zustand wird nun das Erlebte mehr oder weniger erfolgreich kompensiert, in diesem Fall durch Verdrängung. Darauf folgt der Cherry Plum - Zustand, also die Dekompensation, wo das Verdrängte mit aller Gewalt versucht, wieder hervorzubrechen. Es entsteht ein enormer Druck und in der Folge die Angst, die Selbstbeherrschung zu verlieren, was oft zu Zwangshandlungen führt.

Die Rock Rose Schiene entspricht in der chinesischen Medizin dem Dreifachen Erwärmer Meridian, Element Feuer. Er verläuft entlang der Arme und übt eine kontrollierende und verteilende Funktion auf die drei Körperhöhlen aus. Wird nun durch einen Schock seine ausgleichende Funktion erschüttert bzw. gestört, kann das sehr schnell Auswirkungen auf das gesamte Energiesystem nach sich ziehen, da er ja gemäß seiner Aufgabe mit allen Organen und ihren dazugehörigen Meridianen energetisch in Verbindung steht.

 

Die Centaury Schiene

Grundblüte: Centaury                        - Emotionale Abhängigkeit

Kompensationsblüte: Holly               - Trotz, Aggression

Dekompensationsblüte: Pine             - Schuldgefühle

Der Centaury-Zustand ist ein Zustand emotionaler Abhängigkeit. Der Mensch ist permanent auf der Suche nach Anerkennung und Liebe im Außen, da die innere Liebe verschüttet wurde (oft durch ein traumatisches Erlebnis der Ablehnung oder des Verlassenwerdens). Er ist bereit, alles für diese Liebe zu tun und macht sich so emotional abhängig von Anderen (Suchtthematik! Abgrenzungsthematik!). Im Holly-Zustand kommen die eigenen unterdrückten Bedürfnisse und Emotionen hoch und es findet eine Auflehnung gegen das Grundverhalten statt, die sich durch Aggression und Trotzverhalten äußert (meistens dann, wenn ihm trotz seiner Bemühungen die Anerkennung versagt wird). Darauf folgen die Schuldgefühle: Pine-Zustand auf Grund  seines vorherigen Trotzverhaltens: „Ich bin nicht liebenswert, weil ich aggressiv bin“. Viele Suchterkrankungen unterschiedlichster Art (Drogen, Alkohol, Essen, sexuelle Abhängigkeit etc.) haben in dieser Thematik ihren Ursprung, da mit diesen Ersatzmitteln versucht wird, das innerliche Manko aufzufüllen. Durch eine Behandlung mit der Centaury Schiene wird der Mensch auch seinem reifen, selbstbestimmten Ich näher gebracht. Der Centaur ist ein mythologisches Wesen, welches halb Pferd, halb Mensch ist. Dies symbolisiert die Menschwerdung, die dadurch erfolgt, dass der Mensch sich über seine triebhafte, animalische Seite erhebt.

Die Centaury Schiene entspricht in der chinesischen Medizin dem Blasen Meridian, Element Wasser. Er verläuft an der Rückseite des Körpers vom Kopf  bis zu den Zehen und ist der längste Meridian von allen. Auch nimmt er eine Sonderstellung ein durch die sogenannten „Zustimmungspunkte“, die sich in seinem Verlauf am Rücken befinden. Jeder dieser Punkte stellt eine Verbindung zu jeweils einem der anderen Meridiane dar. Somit steht der Blasen Meridian mit allen Meridianen in direkter Verbindung und wird bei einer Akkupunkturbehandlung sehr oft mit einbezogen. Ein Energiedefizit in diesem Meridian (bzw. überhaupt im Element Wasser) kann sich durch Willensschwäche, Angst, Unsicherheit und, wie bereits gesagt, durch eine Suchterkrankung bemerkbar machen.

Diese beiden Schienen miteinander kombiniert plus der Blüte Star of Bethlehem bilden in der Bachblütentherapie die so genannte Schock-Trauma Schiene, welche ich meiner Klientin nun verabreichte. Außerdem ergänzte ich diese Mischung durch die Blüten

Larch, - schenkt Selbstvertrauen - und Elm, - stärkt und schützt in Situationen großer äußerlicher Belastungen -.

Weiters warnte ich sie davor, sich in nächster Zeit Situationen auszusetzen, in denen die Selbstkontrolle gefährdet bzw. geschwächt ist (z.B. übermäßiger Alkoholgenuss, starke Übermüdung) und bat sie, sich in den nächsten zwei Wochen regelmäßig telefonisch bei mir zu melden, um mich über ihren Zustand am Laufenden zu halten. Sie sollte genau darauf achten, ob sie die Präsenz des Wesens noch einmal in ihrer Nähe wahrzunehmen vermochte und mich gegebenenfalls sofort davon in Kenntnis zu setzen. Das hieße nämlich, dass noch immer eine Resonanz zwischen ihr und der Wesenheit bestünde - und sollte dies der Fall sein, müssten wir der Sache (der Qualität dieser Resonanz) auf den Grund gehen.

 

Zum Glück war das jedoch nicht notwendig. Karina rief mich in der folgenden Zeit alle drei Tage an und berichtete mir, dass sich ihr Zustand immer weiter stabilisierte und es ihr von Tag zu Tag besser ginge.

Ihren Job hat sie letztendlich drei Wochen später gekündigt, da sie dort schon seit längerem nicht mehr glücklich gewesen war und das Gefühl hatte, die Arbeit dort koste sie jede Menge Energie.